Familienleben

Warum ich mein Kind nicht in Bauchlage lege…

Na das hört sich doch erstmal seltsam an oder?
Wie du legst dein Kind nicht in Bauchlage? Nie? Ja aber dann lernt er das doch auch nicht! Das kann er doch erst viel später den Kopf halten….

Mit solchen oder ähnlichen Aussagen sah ich mich immer wieder konfrontiert, wenn ich sagte, dass ich meinen Sohn nicht in Bauchlage lege, so lange er das nicht selber tut. Ausnahme war: er schlief am Anfang manchmal auf dem Bauch.
Aber im wachen Zustand, quasi im Spielmodus tat ich das nicht.

Warum? Ich glaube einfach Gras wächst auch nicht schneller wenn man dran zieht. Ok in manchen Situationen ist so ein bisschen Dünger schon nicht schlecht oder sogar nötig. Aber nicht dann wenn alles ist, wie es soll. Das Gras also schön wächst- grüner, stärker, länger wird.

So wie mein Kind. Es braucht natürlich Grundvoraussetzungen, wie Liebe, Ruhe, Zuspruch- natürlich auch Nahrung und Schlaf um sich entwickeln zu können. Auch die richtigen Impulse zur rechten Zeit unterstützen, ebenso wie Spielzeug sind dabei sehr hilfreich.

Das Gras brauche Erde, Sonne und Wasser zum wachsen.

Aber was hat das mit der Bauchlage zu tun? Und liegt mein Kind also immer nur auf dem Rücken?

Nein das tut er natürlich nicht 🙂 Seit er 13 Wochen alt ist dreht er sich alleine in die Bauchlage. Er hat das alleine geschafft, anfangs mit viel Mühe, nur 2 mal am Tag. Lag er dann da- wollte auch schon wieder zurück, weil es so schwierig war, den Kopf zu halten.

Aber warum tat ich das nicht für ihn? Warum glaube ich nicht, dass es schneller geht, wenn ich ihn einfach gedreht hätte?

Na warum sollte er sich denn selber drehen wollen, seine Perspektive ändern wollen, wenn ich das doch immer für ihn übernehme? Warum sollte er den Ehrgeiz, den Willen dazu haben. Warum sollte er bereit sein diese Anstrengung auf sich zu nehmen, wenn ich sie im abnehme?

Ich glaube ich tat ihm einen Gefallen damit, ich merke es immer mehr an ihm. Während ich meine Tochter immer brav umdrehte, so wie es ja auch der Kinderarzt empfiehlt, vermeide ich es bei ihm generell zu schnell einzugreifen.

Er ist unglaublich Anstrengungsbereit, gibt nicht gleich auf, versucht es immer wieder. Auch fängt er nicht gleich an zu jammern. Manchmal meckert er etwas, aber dennoch probiert er es weiter- grade übt er irgendwie vorwärts zu kommen.

Meine Tochter hingegen, braucht mehr Zuspruch, sie gibt schneller auf. Fordert schneller Hilfe ein, auch wenn sie dennoch schon sehr selbstständig ist- aber das hängt sehr viel von ihrem Lustempfinden und der Aussicht auf etwas Bestimmtes ab ( das liegt natürlich nicht nur daran, dass sie auf dem Bauch gedreht hab. Aber da sie mein erstes Kind war, musste sie grundsätzlich weniger Frust aushalten und ich war auch einfach immer schneller verfügbar)

Ich kann das natürlich nicht gänzlich beurteilen und bin gespannt wie sich sehr Kleine dahingehend entwickelt, aber ich hoffe er behält diese Eigenschaft.

Und ja ich bin der Überzeugung eure Kinder drehen sich und können den Kopf halten- früher oder später- auch wenn ihr sie nicht dreht. Ich plädiere dafür, den Kindern wieder mehr zu zutrauen. Sie nicht alleine zu lassen, aber dennoch ihnen nicht alles gleich abzunehmen.

Es gibt natürlich immer Ausnahmefälle, irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem das Gras etwas Dünger braucht, ein bisschen mehr Wasser (nicht umsonst gibt es Berufe wie meine oder die meiner Kolleginnen in einer Frühförderstelle)

Aber nie sollten die Kinder oder deren intrinsiche Motivation- in diesem Fall sie umzudrehen- unterschätzt werden.

Ich lade euch ein es auszuprobieren, auszuhalten und zu beobachten.
Zu animieren aber nicht zu übernehmen. Ihre werdet sehen was in euren Kindern steckt.

Und wie schon einmal erwähnt- auch bei mir war das ein Prozess. Ich dachte auch nicht immer so und dennoch bin ich heute davon überzeugt. Nicht zuletzt wegen einer großartigen Pekip Leiterin- die uns nun schon zum zweiten Mal begleitet.

Was sagt ihr dazu?

 

Schnitte: Klimperklein Buch Babyleicht

Stoffe: Königreich der Stoffe 

Eure Anni

Unter Wasser – Das muss nicht sein

Unter Wasser

So heißt dieser tolle Stoff, die neue EP von Gesprächsstoff.

Ja ja Wasser das ist so ein Thema bei unserem Zwergi. Denn das findet er gar nicht lustig. Also baden ist der reinste Horror für ihn.

Er möchte weder in Große Wanne, noch in den kleinen Eimer. Ob mit großer Schwester oder ohne. Alles doof so zu sagen. Man könnte auch sagen: typisch Kaiserschnittkind. Denn oft habe ich beobachtet, dass sie eine Überempfindlichkkeit gegenüber bestimmten Reizen entwickeln oder haben. Zum Beispiel auch Farbe oder Matsche, Sand kommt auch schon mal vor. Zwergi mag diesen diffusen Reiz vom Wasser gar nicht. Besser wasche ich ihn mit einem Waschlappen, das genießt er. Dieser feste und viel besser spürbare Reiz gefällt ihm erheblich besser (propriozeptiv)

Nichts desto trotz muss er manchmal baden. Und dann verbinde ich es nun mit dem angenehmen und rubbel ihn mit dem Waschlappen.

Wie ist es bei euch? Haben eure Kinder auch was, was sie nicvr ausstehen können? Geräusche, Lichter, hüpfen oder Schaukeln?
Erzählt doch mal.

Schnitt: Shirt- Grossstadtpirat von Zuckerwolkenfabrik

Hose- Jinx von RosaRosa

 

Stoff: Unter Wasser von Gesprächsstoff

Den bekommt ihr hier : Nähhexe, Pfiffigbuntes, Lovelyforlong,Fetzengaudi 

 

Eure Anni

1. Urlaub zu viert- eine Erfahrung zum Verspannen

Urlaub zu viert und seit Wochen hab ich mich sooo sehr drauf gefreut… über meinen 30. Geburtstag wollte wir uns ein paar schöne Tage am Meer machen.

Nun gut, das Auto bis zum geht nimmer voll, mit Fahradanhänger, Fahrrädern, Hund und jede Menge Gepäck.

Mein Mädel die ganze Zeit auf der Suche nach Urlaub- ist ja ein komplexer Begriff- was bedeutet es also. Und schon im Auto nur Gejammer- ihr Rücken tut weh, die Füße auch, sie will essen und nicht in den Urlaub und so wie so sei alles blöd😅.

Dann haben wir auf der Fahrt hierher irgendwo meinen geliebten Birkenstock Gizeh Schlappen verloren😩. Wir haben ja einmal angehalten, dabei ist er meinem Mann wohl aus dem Auto gefallen. Unterwegs immer ein bisschen gezittert, das Mädel ja grad die ersten Tage ohne Pampers und da stand auch noch was aus…. *bibber*

Ich zwischen den beiden Kindern, völlig k.o. Gott sei dank, hat der Kleine die meiste Zeit der sagenhaft 181 km langen Reise geschlafen… aber wenn nicht, hat er sofort hysterisch geschrien.

Ahhh dann auch noch Stau…. ich brauch euch nicht zu sagen, was das bedeutet hat.

Kaum angekommen, will das Mädel nicht hier bleiben und wir haben Windstärke 10😱. Selbst in Strandnähe wird man gesandstrahlt. Sie wolle nicht zum Strand und hier schlafen wolle sie auch nicht. Wann würden wir denn wieder nach Hause fahren.

In dem Ferienpark angekommen geht dann die Tür von unserem Chalet nicht auf, Schüsselkarte defekt. Ich stehe aber mit dem Gepäck, zwei Kindern und Hund vor der Türe, denn wir haben schon mal angefangen auszuladen, denn ab 15:00 Uhr sollte sich die Tür öffnen lassen…. ging aber nicht. Also erst mal den technischen Dienst geholt.

Der kleine Mann übrigens, lässt sich keine Minute ablegen und Papa darf ihn so wie so nicht halten😩. PUH Urlaub zu viert ist das bisher nicht.

Ok also erstmal alle im Regen ausladen, dann feststellen, dass die Schlüsselkarte erst ab 15:00 Uhr. Ok Die halbe Stunde warten geht auch noch- nur leider tat sich auch um 15:00 Uhr nix, um 15:15 auch nicht, wird sind dann mal wieder los zur Rezeption.  Dann endlich im Haus und merken, dass es ja ganz nett ist, es aber fürchterlich nach Raumparfüm stinkt, dass ich Kopfschmerzen bekomme…

Mhh also erst mal los nen Lebensmittelgeschäft suchen und wenigstens einmal kurz den Strand sehen. Bei dem Wind wahrlich kein Vergnügen… die Große brachte den Strand dann schon mit schmerzender Haut in Verbindung.

An Tag Zwei dann leider wieder Regen. Also sind wir nach Alkmaar in ein Einkaufszentrum gefahren. Nachher ließ der Regen dann nach und wir konnten dann Gott sei Dank auch in die Stadt.

Am Nachmittag wurde das Wetter dann besser und wir konnten ein bisschen am Strand spazieren. Vor lauter Schaum konnte man davon allerdings nicht viel sehen.

Jeden Abend übrigens ein riesen Theater, wegen fehlender Verdunklung schlief Madame erst so gegen 10, genau wie ihr Bruder… Mein Mann und ich, jeder bei einem Kind, in getrennten Schlafzimmern in unbequemen zu kurzen Betten….

Tag 3 Das Wetter wurde besser, also ab rauf aufs Rad und durch die Dünen. Das war wirklich schön. Danach dann den Nachmittag am Strand verbracht, sogar mit den Füßen im Wasser. Die schönste Zeit bei diesem Kurztrip. Seesterne, Krebse, Quallen entdecken, Seeluft atmen, Salz schmecken und im Sand spielen. Die Große war einfach nur glücklich.

Am nächsten Tag mussten bis 10 Uhr die Unterkunft verlassen. Bei strömenden Regen hat mein Mann dann mit Badelatschen das Auto beladen, denn trockenen Fusses wäre er durch den See vor der Türe niemals gekommen. Naja ich hab mich dann sehr auf zu Hause gefreut.

Nur noch die Fahrt nach Hause überstehen.

Urlaub zu viert- naja Urlaub konnte man das nicht nennen.

Zu Hause angekommen wartete dann aber noch eine tolle Überraschung, denn an meinem 30. Geburtstag habe ich eine wundervolle Überraschungsparty bekommen mit Kuchen, Luftballons, gedecktem Tisch und wunderbaren Menschen.

Und dann hatte ich Urlaub vom Urlaub.

Mal sehen wie und wo unser nächster Urlaub zu viert hingeht. Ich bin für Hotel mit Animation….:) Jemand Erfahrungen?

 

 

Schnitte: Berry und Mieze von Rosarosa

Mütze(Ebook)  und Fleecejacke (Buch 2+3) Klimperklein

Stoffe: Stoffmarkt, Ringel vom Stoffonkel

Eure Anni

Auf Fortbildung mit einem Baby….

Auf Fortbildung mit einem Baby- geht das?

 

Jetzt muss ich etwas ausholen. Wie einige wissen oder auch nicht *g*,  arbeite ich als Heilpädagogin in einer Frühförderstelle. Dort werden mehrfach förderbedürftige Kinder von einem interdisziplinären Team betreut. Mein Traumjob. Noch dazu habe ich einen tollen Arbeitgeber, der mir trotz Elternzeit und Schwangerschaft ermöglichte an einer Fortbildung teilzunehmen. Es ist eine InHouse Fobi, was bedeutet, dass die Dozenten in unsere Einrichtung kommen und nur meine Arbeitskolleginnen dabei sind. Die Fortbildung dauert 1,5 Jahre und geht jeweils 4 verlängerte Wochenenden lang. Das zu den Rahmenbedingungen.

Es ist also eine Fortbildung mit jeder Menge Heilpadagoginnen, Logopäden, Ergo- und Physiotherapeutinnen. Dazu noch die Dozentinnen. Die meisten davon selbst (werdene) Mamas.

Ich habe nun also 3 dieser Wochenenden inkl. Hausarbeiten hinter mir  (eins davon in Potsdam) und nun stand das Vierte an. So gerne wollte ich daran teilnehmen. Schon bei dem letzen Teil, da war ich ca in der 30. Woche schwanger, habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich das im Sommer, also jetzt mit Baby, machen soll, oder ob ich überhaupt wieder dran teilnehmen kann.

Da ich ja voll stille und der Kleine viel Hunger hat und zudem eig. bei keinem anderen bleiben will als mir, fiel zu Hause lassen auf jeden Fall aus.

Der nächste Plan war, meine Mutter oder Schwiegermutter mitzunehmen, die könnten dann ja mit ihm spazieren gehen und wenn er Hunger hätte, wären sie halt gekommen. Nun fielen aber beide Omas aus. Und im Kinderwagen spazieren gehen findet er ja auch nicht so knorke:)

Nun blieben nur noch zwei Möglichkeiten.

Entweder ich sage ab, dann hätte ich den letzen Teil irgendwann nächstes Jahr irgendwo anders in Deutschland nachholen müssen.

Oder ich würde ihn eben mitnehmen. Ich habe mit den Kolleginnen und Dozentinnen gesprochen und alle hielten es für eine gute Option. Gesagt getan.

Das vorab, ich hatte selten solch entspannte Tage. Und die Zeiten hab ich angepasst an ihn.

Deswegen war ich einfach etwas eher schon da oder etwas später:)

Schon die Autofahrt war ruhig. Dort angekommen ging so weiter, der Kleine schaute sich alles interessiert an, wenn er müde war, lief ich mit ihm bis er schlief ( auf dem Arm oder in der Trage) war er hungrig, drehte ich mich etwas weg und stillte ihn, machten wir Gruppenarbeit, kam die Gruppe zu uns. Wollte er spielen, setzen wir uns auf den Boden auf eine Matte und spielten. ( Tollstes Spielzeug zur Zeit, eine Knistertüte) .

 

 

Nicht einmal hörte man ihn jammern oder weinen. Im Gegenteil, er gluckste und erzählte, spielte und übte das Drehen ( kritisch beäugt von den Physios *g*). Ein super entspannter Tag, an dem ich dennoch etwas lernen konnte. Begünstigt wurde es natürlich durch die Örtlichkeit, die Personen und die tollen Dozentinnen. Es gab immer die Option einfach nach Hause zu fahren, wenn es nicht geklappt hätte. Niemals hätte ich das gemacht, hätte er oder ich gelitten.

Die Fortbildung nennt sie übrigens EPB- Entwicklungspsychologische Beratung. Wo es im Prinzip die ganze Zeit um Babys und die Interaktion zwischen Mama und Kind geht. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich mich zeitweise doch etwas beobachtet gefühlt habe. Aber es kam auch das tolle Feedback, dass wir beide das toll gemacht haben, ein gutes Team seien und er ein so entspanntes Baby sei. Mutterseelenbalsam.

Fazit: Ich würde es jederzeit wieder so machen. Will man es und ist entspannt, dann klappt es wunderbar…
Und am Ende kann ich stolz auf uns beide sein, dass wir das gemeistert haben❤.

Habt ihr auch schon mal Arbeit mit Baby verbunden, wie hat das geklappt, erzählt doch mal.

 

PS: die Fotos sind schon etwas her, aber ich komm nicht nach mit dem Posten  OO

Schnitt und Stoff von Elsbeth und Ich 

Eure Anni

Stillen – eine Mutterpflicht?

Thema Stillen

Es ist ja immer etwas heikel und wird viel diskutiert. In Mütterforen sorgt das regelmäßig für Zundstoff, es gibt das eine und das andere extrem. Aber geht auch ein Mittelweg?

Für mich als Mama war immer klar, ich werde meine Kinder stillen. Warum? Weil man das als gute Mama eben so macht, weil das doch eine gute Mama ausmacht und es natürlich das Beste fürs Kind ist. Muttermilch gibt einem Kind alles was es braucht, alle Nähr- und Abwehrstoffe. Außerdem wird sein Bedürfnis nach Nähe gestillt und nicht nur der Hunger. So weit so klar.

Nun kam mein erstes Kind auf die Welt und ich konnte es kaum erwarten sie anzulegen. Ich wollte unbedingt wissen wie es sich anfühlt. Ich wusste ja, dass besonders die Vormilch besonders viele wichtige Stoffe enthält. Aber keiner hatte mir gesagt, wie weh das nach einer Zeit tun würde, gut ein bisschen hatte ich auch das geahnt, aber so?

Alles aufgerissen, wund und wirklich schmerzhaft, so dass einem bei jedem stillen die Tränen über die Wangen liefen und ich mächtig die Zähne zusammenbeißen musste.

Zig Helferlein werden ausprobiert, Lanolin Salbe- hilft nix, Kühlkompressen- hilft nen bisschen, Brustwarzenkappen- hilft nen bisschen, Stilleinlagen mit Silber- mhh weiß nicht …

Was hilft? Durchhalten und Zähne zusammenbeissen, pusten, kühlen, trösten und sich an dem satten und zufriedenen Baby erfreuen. Beim ersten Mal dauerte es acht verdammt lange Woche bis es nicht mehr schmerzte. Aufgeben kam für mich nicht in Frage, wie unpraktisch und wie würde ich dann dastehen. Mich hatte der Ehrgeiz gepackt und sah die vielen Vorteile des Stillens. Vor allem Nachts. Obwohl alle Flaschenkinder, die ich so kennenlernte,  komischerweise viel länger schliefen und das natürlich im eigenen Zimmer und Bett, wie mir in einer Muttergruppe berichtet wurde.

Jetzt musste ich feststellen, wie gut der Körper oder besser der Verstand den Schmerz vergisst.

Ohhhh man und da war er  wieder da. Doch dieses Mal hatte ich zwei Vorteile.1. Einen Laser von der Hebamme und 2. meinem  Körper war das Alles bekannt- Puh nochmal Glück gehabt . Somit ging es alles viel schneller.

Das Laserlicht fördert übrigens die Bildung roter Blutkörperchen und somit die Heilung- sehr gut!

Naja und jetzt weiter. Irgendwann hat man die Zeit in der es wehtut überstanden. Die Routine für Baby und Mama wird größer. Alles wird einfacher-  weit gefehlt. Die Verantwortung ist riesig. Du ganz allein bist für die ( gute ) Ernährung deines Kindes zuständig- ob du müde oder krank bist, das ist Wurscht. Keiner wird es dir abnehmen können. Du allein kannst das Kind sättigen, seine Bedürfnisse nach Nahrung, Saugen und Nähe stillen.

Das ist wunderbar – aber das ist auch hart und anstrengend.

Manches Mal geniesse ich diese Momente so sehr, die Nähe, das Gefühl mein Baby zu sättigen und die Intimität. Dieses Gefühl haben nur wir beide zusammen und grade am Abend ist das sehr schön. Wir können beide entspannen und zur Ruhe kommen. Wunderschön.

Aber manchesmal wünschte ich mir, ich könnte einfach meinen Mann unser Baby geben und er würde ihn mit einer Flasche ernähren können. Ich könnte auch mal wieder ausgiebig was mit der Großen machen oder länger als zwei Stunden schlafen. Und Nein ich habe keine Lust auf Alkohol oder Party machen zu gehen ( dafür bin ich zu alt *haha*). Aber ich bin dann so kribbelig, will noch dies und das machen und werde mit Vollgas ausgebremst….

Mit jetzt fast 12 Woche beginnt aber die komfortable Stillzeit, der Kleine trinkt schneller und effektiver, ich bin routinierter, wir kennen uns besser. So wird es angenehmer und bringt mehr Freude. Aber diese 12 Wochen muss man auch erstmal durchhalten. Ich wusste das ja nun schon vom ersten Mal….

Darf ich denn dann irgendwann das Stillen beenden? Darf ich als Mutter das entschieden? Oder muss/ sollte ich solange Stillen, bis das Kind es nicht mehr möchte? Hab ich das Recht Nein zu sagen?

Ich denke ja. Ich werde stillen solange ich mich auch damit gut fühle. Denn irgendwann möchte ich meinen Körper wieder mehr für mich. Ich will nicht mehr allein verantwortlich sein müssen.  Ich werde auch wieder ein bisschen Intimität für mich brauchen. Einfach mehr von mir haben . Ist das egoistisch und gemein meinem Kind gegenüber?

 

 

Ich glaube nicht, denn das Alles ist ein Prozess, es passiert nicht von heute auf morgen und ich bereite mein Kind vor. Biete ihm andere Nahrungsangebote, andere Möglichkeiten das Bedürfnis nach Nähe zu stillen. Ich will, genau wie alle anderne, dass mein Kind glücklich und zufrieden ist, aber ich will es das auch sein und deswegen entscheide ich mit.

Bei der Großen waren es 9 Monate und wir waren beide zufrieden damit. Nähe haben wir uns danach auf andere Art und Weise geschenkt und ja ich hab eine Flasche ergänzend zu den Mahlzeiten gegeben. Am Anfang mittags und abends, später ( bis sie 1 Jahr 4 mon. war) am Abend. Dann entschied sie selber, dass wie keine mehr brauchte. Das hat auch die Beziehung zum Papa sehr verändert, denn nun wurde er auch wichtiger für sie und konnte eine ganz andere Nähen zu ihr genießen.

Ich weiß nicht, vielleicht bin ich kein aufopferndes Muttertier? Vielleicht einfach egoistisch? Oder vielleicht achte ich auch einfach ein bisschen auf mich und meine Bedürfnisse….

Darf ich das oder bedeutet Mama sein  ein Art von Selbstaufgabe?

( Jeder darf den Weg gehen, der zu einem passt, ob Flasche, Stillen, eine Mischung oder Langzeitstillen. Dieses hier war meiner und der ist bestimmt nicht der richtige oder der perfekte. Es einfach der, der für uns funktioniert )

Wie ist es bei euch? Wie sehr ihr das ?

Schnitte: Checkerhose und Wickelbody von Klimperklein

Stoff: Hose und Body Lillestoff, Shirt Ringel vom Stoffonkel 
Eure Anni

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