Familienleben

Lillestoff: Wichtel – eine Fantasiereise im Alltag

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Wichtel im Wichtelwald

An einem milden Herbsttag, in der untergehenden Sonne machten wir uns auf den Weg. Wir wollten Wichtel finden. Eben diese, die man auf dem neuen Lillestoff finden kann. Wichtel was sind das eigentlich? Sie leben im Wald, so die Vorstellung meiner Tochter. Sie sind schüchtern und arbeiten in der Nacht. Ehrlich gesagt hatten wir noch nie vorher über sie gesprochen. Wo sie das wohl her hat? Denn es stimmt schon sehr mit meiner Vorstellung überein.

 

Damit wir Wichtel finden können, mussten wir uns alleine auf in den Wald machen, weil der kleine Bruder doch manchmal zu laut ist. Außerdem brauchten wir eine Wichtelmütze. Zudem hatte sie von meinem Bruder im Urlaub gehört, dass sie Moos und Pilze mögen- zum Glück gibt es da hier auch eine super Stelle für.

 

Ihr hätten das sehen sollen, ihr Strahlen in den Augen. Die Fantasie war geweckt. Überall fanden wir Sachen, die auf Wichtel hindeuteten.

Pilzhäuser, Baumstämme, Moosbetten, Fahrndächer…. Hach soo süß. Ich hätte ewig mit ihr dort verbringen können. Und dann war sie auch noch so begeistert von ihrem Kleid und fühlte sich richtig wohl darin.

Wir beide genießen es sehr, gemeinsam alleine Zeit zu verbringen kleinen Fantasiereisen im Alltag zu unternehmen. Ich muss sagen mir kommt es selber immer vor, als würde ich eine kleine Zeitreise machen, wenn ich an diesen Orten bin. Im Alltag geht meine Fantasie oftmals im Strudel der Aufgaben verloren und dort kann auch ich sie erwecken und gemeinsam mit ihr auf die Reise gehen. Das tut auch meiner Seele gut.

 

Außerdem ist sie mittlerweile selbst begeistert von den Bildern, aus denen wir zu Weihnachten noch Kalender für die Omas basteln.

Sie macht derzeit wieder so unglaubliche Schritte, dass wir beide nicht hinterkommen, sie emotional nicht und ich körperlich und kognitiv nicht. Den Schnuller hat sie auch diese Woche abgeben und das klappt wirklich tadellos. Die Hand zum Einschlafen verliert auch immer an Bedeutung.

Und sie ist mittlerweile so Wortgewandt und kombiniert so fix, dass wir manchmal schlecht hinterher kommen…

 

Wie ist das bei euren Dreijährigen?

 

Kleid: Skaterkleid von Klimperklein

Stoff: Lillestoff

 

Eure Anni

 

 

Die Taufe- Familienfest in Blau

Unsere Taufe

Hey ihr Lieben

VOR-Letztes Wochenende habe wir die Taufe vom Kleinen gefeiert und es war ein wirklich schönes Fest. Mutti konnte natürlich anders als wieder ein bisschen zu dekorieren. Für gewisse Etwas habe ich mir diesmal Unterstützung gesucht und bin hier ganz in der Nähe fündig geworden.

Aber mal vom Anfang: Die Taufe sollte mit zwei weiteren Kindern stattfinden und noch in der Woche vor der Feier, habe ich mich schnell mit den beiden anderen Müttern abgestimmt und habe noch fix einen Liederzettel erstellt und mich um den Organisten gekümmert. So ganz passiv wollte ich dann noch nicht sein. Eine Woche zuvor hatte ich schon gemeinsam mit einer lieben Freundin meiner Mutter die Taufkerze gestaltet- inzwischen schon die 5. Taufkerze die wir gemeinsam gemacht haben .

Da es ja nicht als zu feminin zugehen sollte, aber ich dennoch ein paar Blumen haben wollte, habe ich mich auf die Suche gemacht. Hotensien boten sich da zu dieser Jahreszeit sehr an. Ein paar davon habe ich von meiner Lieben Nachbarin bekommen. Die kleineren hellblauen habe ich gekauft und ich sage euch es war gar nicht so leicht welche zu finden. Für 5-7 Euro bestellen wollte ich dann doch keine. Kostenpunkt nun für die Blumendeko ca. 12 Euro. Übrigens auch meine ersten gebundenen Sträuße. Dazu habe ich ein paar Zierkürbisse in verschiedenen Farben gekaut und die einfach angesprüht. Gemeinsam mit Kerzen und einem blauen Spitzenband legte ich sie auf ein Holzbrett.

Die Wabenbälle und Fächer habe ich, ebenso wie die Bretter und die Sprühfarbe, von Action.

 

Die blauen Servietten musste ich mir am Sonntag noch schnell von meiner Nachbarin leihen, denn sie da habe ich natürlich vergessen.

Und die Ballons stammen von Sir Henry’s und haben es für mich perfekt gemacht.

 

Einige Familienmitglieder hatten einen Salat gemacht, so dass wir ein üppiges Grillbuffet hatten, was alle sehr lecker fanden.

Bei den Geschenken haben sich auch alle wieder tolle Gedanken gemacht. Besonders toll und passend zu Taufe fand die „Meine große bunte Kinderbibel“ und das Buch: „Du bist ein Geschenk des Himmels“ 

Das Bällebad von den Großeltern wurde gewünscht und erfreut sich sehr großer Beliebtheit bei Groß und Klein. Einen Bagger zum Draufsetzen gab es noch *KLICK*, sowie einige Schleichtiere.

Das Taufkleid hat meine verstorbene Oma für mich als Baby gestrickt

 

 

Spielen mit einem Baby- 5 Spielideen für den Alltag

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Spielideen

Spielen mit einem Baby: Es soll Menschen geben, denen fällt das sehr leicht, anderen wiederrum tun sich damit sehr schwer.

Ich gehöre wohl eher zu erstem, mein Mann zu letzterem.

Beides gilt es wohl irgendwie zu vereinen und Ideen und Anregungen für Groß und Klein zu geben.

Mein Mann ist eher so der pragmatische, sachliche Mensch, er mag es strukturiert und geordnet.

Ich bin eher der chaotisch kreative Mensch, der sich auch mal in Emotionen verliert. Bei uns Beiden spiegelt sich das auch in der Art, wie mir unseren Kindern spielen, wieder. Beim Zwerg äußert sich das ungefähr so:

Mann: Er macht den Flieger, bringt dem Sohn was bei, erklärt ihm die Welt, gibt ihm irgendwas in die Hand oder tut strukturiertes z.B. Wickeln, spazieren gehen, fährt zu Oma

Frau: liegt qietschend und juchzend mit dem Baby auf dem Boden und feuert es euphorisch beim Erproben neuer Fertigkeiten an, dabei zu 100 Prozent Aufmerksamkeit beim Baby ODER sucht nach einer zufriedenstellenden Beschäftigung fürs Baby, damit der restliche Alltagskram erledigt werden kann.

 

Hier meine TOP 5  Spielideen für ein Baby von ca. 6 Monaten.

  • Dose mit allerlei Krimskrams- zum Beispiel Dosendeckel, Blauklötze- das klassiche Ausräumspiel kann beginnen.

 

  • Spiegeln: Gemeinsam mit dem Baby auf dem Boden liegen, Augenkontakt herstellen, Grimassen ziehen, bebachten wie das Baby imitiert. Bewegungen des Babys beobachten und nachahmen.

 

  • Orale Reize- Babys erforschen alles ausgiebig mit dem Mund, alles wird oral erkundet. Verschiedene Gegenstände regen zum ausprobieren und erfahren kann. Zum Beispiel Kaltes (Spielzeug in den Kühlschrank legen) , Warmes (Kirschkernkissen,Nahrung), Eckiges (Klötze) , Rundes (Ringe)  Rubbeliges (Noppenball), Glattes (Holz) , Weiches ( Kuscheltiere), Hartes (Klötze, Holzspielzeug)

 

  • (Gemeinsam) Erforschen:  das klassische das RUNTER SCHMEIßEN- ja es ist ein Spiel und ja ihr könnt es spielen. Es wird wieder aufhören, Klopfen- alles mögliche wird auf den Boden oder Tisch geklopft, Geräusche, Materialien erkunden und kennenlernen lassen. Dabei kann quasi alles zum Spielzeug werden. Eine Zeitung, Tupperware, ein Ball,  und und und…

 

  • Bücher und Lieder- gemeinsam Bilder schauen, Bücher entdecken, erfühlen- betrachten- benennen, Tiergeräusche imitieren. Singespiele (Hoppe Hoppe Reiter, Zehn Zappelmänner, Wie das Fähnchen….)

Dabei fließt überall die Persönlichkeit des Einzelnen mit ein und verändert das Spiel immer ein bisschen. Es macht dadurch das Spiel mit jedem Menschen aber auch so besonders und individuell. Deswegen sind es vielleicht doch keine Stärken oder Schwächen die meinem Mann und mich im Spiel unterscheiden, sondern es sind einfach ANDERSARTIGKEITEN, keine ist besser oder schlechter. Alles bietet unseren Kindern so viel Wertvolles.

Und dennoch ist so, dass ich manche Dinge lieber spiele als andere,  das ist auch Ok so. Es bietet Vielfältigkeit und Abwechslung, denn so kann es zum Beispiel sein, dass die Oma oder der Papa auch Reiterspiele spielen, aber viel lieber „Schotterwagen“ als „Hoppe Hoppe Reiter“ singen.

Ich muss sagen, ich finde diese Zeit so unglaublich spannend. Jeden Tag passiert was neues, die Entwicklung geht rasant in nur eine Richtung- VORWÄRTS. Die ganze Welt ist ein Spielplatz, jeder Gegenstand kann einer sein, weil einfach alles neu ist. Und nun, mit Beginn der erweiterten motorischen Fähigkeiten, mit denen der Kleine sich nun mehr und mehr auch selbstständig von mir entfernen kann, werden diese Gegenstände immer wichtiger. Die Neugierde regiert die Angst vor Trennung, der Forscherdrang die Vorsicht. Wir haben es als Aufgabe in dieser unglaublich aufregenden Zeit für Sicherheit zu sorgen. Nichts womit sich die Kleinen verletzen können gehört in ihre Reichweite. Und auch die Umgebung sollte so gestaltetet sein, dass Gefahren reduziert werden, aber sie in ihrer Bewegung und im Spiel nicht zu sehr eingeschränkt werden (Zum Beispiel Treppen sichern, oder den Kamin umranden).

Viele dieser Spielzeuge bekommt ihr übrigens bei Käthe Kruse. Dort gibt es nämlich nicht nur die altbekannten Puppen, sondern auch zuckersüße Kuschelfreunde, Babyspielzeuge und auch tolle Kinderzimmeraccessoires. Der Zwerg spielt hier mit dem Affen CARLO als Kirschkernkissen und als Greifling. Beides wird total gerne bespielt.

Was  macht ihr denn so mit euren Babys den ganzen Tag, welche  Art von Spiel liegt euch und was fällt euch vielleicht schwer? Erzählt doch mal!

 

Eure Anni

 

 

Geburtstagsparty mit Einhorn , Glitzer und Regenbogen

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Wilkommen Einhorn

Der 3. Geburtstag der kleinen Großen stand vor der Tür und wieder einmal kam schnell die Frage auf, was wünscht sie sich denn wohl?

Da wir (Zum Glück) noch viel Verwandtschaft haben, inklusive Urgroßeltern, wollen einige diese Frage antwortet wissen. Also frage ich sie mal dachte ich mir. Als Antwort kam wie aus der Pistole geschossen- ein Pferd solle es geben- ok ich zog kurz erschrocken die Augenbrauen nach oben und fragte unsicher: „Ein echtes?“ “ Ne Mama eins aus Holz“ Ahhhhh, kurzes und erleichtertes Aufatmen. Dieser Wunsch sollte sich doch erfüllen lassen. Und so dachte ich mir, bringe ich gleich die recht großzügigen Omas und Uromas sinnvoll unter. Denn was sollte sie hier 20 Geschenke überfordert auspacken, spätestens beim 5. – fliegt es nach dem Auspacken doch meist in die Ecke.

Also machte ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Holzpferd. Das stellte sich als gar nicht so leicht raus, denn das Angebot ist recht vielfältig. Verschiedene Holzsorten, Konstruktionen, Funktionen und Optiken. Als Bausatz oder fertig montiert, mit Sisal oder Plüschmähne.

Entschieden habe ich mit dann für das große Pferd „Princess“ von Topp-Holz, eine Manufaktur in Bremen. Mit gefiel die Optik, die Holzart, die beweglichen Ohren, das Zubehör und die üppige Sisal Mähne. Es gibt auch noch ein kleines Pony namens „Buttjer“.

Der Versand erwies sich allerdings als nicht ganz so einfach, denn der überstieg das Budget doch etwas, einfach weil das gute Holz doch auch einiges wiegt. Gott sei dank habe ich ein Cousin in Bremen, der das kurzerhand organisierte, das Pony abholte und dafür sorgte, dass es hier landete.

Das Tolle ist, derweil konnten die Versandkosten erheblich gesenkt werden. Da hat Topp-Holz gut verhandelt. Gerne kann das neue Familienmitglied aber auch immer direkt vor Ort abgeholt werden und so hat auch noch immer einen netten und informativen Plausch dazu.

DER AUFBAU

Nun hatte Papa eine Aufgabe, denn es kam natürlich in allen Einzelteilen und musste noch zusammengebaut und sorgfältig lasiert werden. Da es bei auf der Wiese weiden sollte, war ein Wetterschutzanstrich dringend nötig. Der Zusammenbau ist nicht zu unterschätzen und für einen geübten Handwerker, so bezeichne ich meinem Mann mal, bedeutet das ca. ein Zeitaufwand von 3 Stunden (Alleinaufbau).  Baut man das Pferd zu zweit auf, geht es natürlich erheblich schneller. Aber mein äußert sorgfältiger Mann musste das fast komplett alleine bewältigen- ich musste ja Baby bespassen und Kuchen backen. Nix für mein ungeduldiges Wesen sag ich euch. Dazu zu rechnen ist noch die Zeit fürs Streichen und Trocknen im vorhinein.

Werkzeuge, wie Akkuschrauber, Bohrer, Hammer und Zollstock sind nötig. Grosse Schraubzwingen fanden wir nützlich, sind aber nicht notwendig und eine zweite Person ist ebenfalls sehr hilfreich. Alle Verbrauchsmaterialien werden übrigens in einer guten Qualität bereits mitgeliefert, sogar die passenden Bits sind dabei.

Ein gewisser Platzbedarf ist auch nicht zu verleugnen, aber die Arbeit lohnt sich. Die Anleitung, die ihr bei Abholung ausgedruckt erhalten und euch als PDF per Mail geschickt wird,  ist sehr ausführlich beschrieben. Die Bilder und Graphiken sind super und erleichtern den Zusammenbau somit erheblich.

Ich war schon immer ganz gespannt, wenn ich wieder in den Keller ging und schon wieder ein bisschen mehr Pferd zu erkennen war. Meine Ungeduld wuchs, freute ich mich so sehr auf das Strahlen in den Augen meiner Tochter.

Ich hatte aber ja auch noch was zu tun für die Geburtstagsparty . Kuchen backen zum Beispiel. Einhorn – Regenbogen Kuchen wurde gewünscht. Und natürlich das passende Outfit für einen bunten Geburtstag nähen. Auch ein bisschen Deko zum Thema Einhorn durfte natürlich nicht fehlen.

Genäht habe ich nochmal Lottis Drehkleid von Mitosa Kreativ, wie hier. Ein wundervoller Schnitt und weil sich das Kleid so schön gedreht wurde auch das explizit gewünscht.  Die Krone hat die Große dann selber noch dazu gestaltet.

Die Kuchen habe ich nach diesen Rezepten gebacken : Regenbogentorte – Käsekuchen–  Bisquitrolle 

Die grossartige Olaf Torte hat ihre Tante in mühevoller und tagelanger Arbeit gebacken (Hat sie ein Glück Menschen zu kennen, die sie so wahnsinnig viel Mühe für sie geben <3)

Hier ist die Mähne noch nicht aufgezwirbelt. Am Schopf kann man den Unterschied gut erkennen.
Das passende Zubehör ist im Shop von ToppHolz bestellbar.

Hier ist der bereits augewirbelte Schopf gut zu erkennen.

Die dreidimensionalen Ohren können sogar ein bisschen wackeln.

An diesem Tag standen sie, ihre Wünsche und ihre Ideen im Mittelpunkt. Es war ein wundervoller Tag mit viel Farbe, Glitzer und Einhornpower.

Apropros Einhorn- Für den Feinschliff am Pferd war ich dann noch verantwortlich. So bekam es noch ein Einhorn verpasst  und Halfter, Satteldecke und Strick angelegt ( Das Zubehör bekommt ihr übrigens auch bei Toppholz)

Für dieses Strahlen in ihren Augen ist all das ein Klacks und das werden wir jedes Jahr so machen. Einen Tag gestalten wie sie es sich wünscht.

Eure Anni

Kaiserschnitt und Bonding – wie haben wir das gemacht

Hey ihr Lieben

Kaiserschnitt und Bonding

Ja ich hatte mir dieses Mal alles so schön vorgestellt und nach der Geburt meiner Tochter sollte es diesmal anders, besser  laufen. Ich hatte wirklich Angst vor der zweiten, besonders am Anfang der Schwangerschaft. Viele Gespräche mit meiner Hebamme habe ich geführt und mich mit Hypnobirthing beschäftigt und dann kam alles anders. Denn eine spontane Entbindung sollte unmöglich sein…

Diese meisten wissen es ja- ich „musste“ per Kaiserschnitt entbinden. Ja warum eigentlich. Musste ist leider das richtige Wort, denn es gab zwei Gründe, die eine natürliche Geburt verhinderten…

Zum einen lag der Kleine große Mann in Querlage, was die ganze Schwangerschaft schon beschwerlicher und schwieriger machte. Und zum anderen hatte ich eine Plazenta Praevia. Das bedeutet, dass sich die Plazenta vor den Muttermund legt. In meinem Fall war eine Plazenta praevia lateralis, sie lag also nicht komplett davor, sondern nur seitlich. Es wird dennoch vermutet, dass sie der Grund für die Wehen und auch für die Querlage ist. Vermutlich kam der kleine Mann mit seinem Kopf einfach nicht dadran vorbei.

Klimperklein Strampler

Schon relativ früh zeigte sich die Lage,es ist leider die wirklich die einzige Lage die eine natürliche Geburt unmöglich macht, ab. Immer wieder im Ultraschall zeigte es sich in dieser Postion. manchmal war es extrem schwierig für die Ärzte überhabt bestimmte Dinge im US darzustellen.

Ich wurde von nun an also enger betreut und die Kontrollen beim Gyn waren begleitet von einem Ultraschallbild. Das Gefährliche war vor allem, dass die Nabelschnu quasi direkt am Muttermund lagen und durch Wehen oder einen Blasensprung hätte es zu einem Nabelschnurvorfall kommen können.

Aus diesem Grund fielen auch so einige Methoden aus ihn zu einer Drehung zu bewege. Auch mein Bauchgefühl, auf das ich mich sehr gut verlassen kann, sagte mir, dass es einen Grund gibt, warum er sich nicht dreht. Erstaunlich war auch für Hebammen, dass man mir die Querlage vom Zwerg keineswegs ansah, der typische Bananenbauch blieb aus.

Je näher der ET rückte, desto mehr belastete mich diese Unplanbarkeit. Auf was sollte ich mich einstellen? Muss ich mich komplett von einer natürlichen Entbindung verabschieden, besteht noch einen Chance oder wie läuft das nun. In SSW 36 zeichnete sich jedoch immer mehr ab, dass eine Drehung wohl nicht mehr stattfinden würde und auch er ein ordentliches Gewicht haben wird.

Ich war ja bereits eine zeitlang stationär gewesen mit Blutungen und Wehen, eine drohende Frühgeburt konnten wir verhindern. Je näher der ET rückte, desto größer die Gefahr eines Blasensprungs, deswegen wird bei Querlage die Sectio noch eher als die üblichen 10 Tage vor ET ausgeführt.

Der errechnete Termin war übrigens der 12.3.2017. Also mussten wir zum Aufklärungsgespräch ins Krankenhaus. So gerne hätte ich nochmal spontan entbunden. Die erste Geburt war anstregend und nicht besonders toll, ich hätte so gerne gewusst, wie es nun werden würde.

Ich hatte mich nun ganz anderes darauf vorbereitet und vor allem mit dem Thema Hypnobirthing auseinandergesetzt. Das war jetzt alles hinfällig.

Was blieb mir nun also? Mich und mein Kind so gut es geht durch diese Situation zu manövrieren. Uns irgendwie vorzubereiten. Natürlich hatte ich Angst vor der OP und den Schmerzen, aber vor allem der Gedanke daran, dass der Kleine so völlig ahnungslos und völlig überraschend aus meinem Bauch geholt wird, bereitete mir Sorgen. Dennoch kann ich auch nicht abstreiten, dass das Wissen darüber, was nun auf uns zukommt auch eine Art Erleichterung in mir auslöste.

Der Chefarzt klärte uns nun darüber auf, dass er mit Blutverlust rechnete und auch mit Anpassungsstörungen beim Kleinen. Ich kann gar nicht sagen warum, aber darüber machte ich mir keine Sorgen. Ich war mir innerlich so sicher, dass er das nichts haben würde.

Eine andere Sorge meinerseits war aber auch groß- ich wollte nicht, dass dieses kleine Wesen aus dem geschützten, warmen Bauch von mir geholt würde und direkt von mir weg käme. Das bereitete mir doch schlaflose Nächte, also wie das ganze lösen. Eine Sectio ist nunmal eine OP, bei der einfach bestimmte Dinge eingehalten werden müssen und zudem weiß man ja nie im vorhinein wie es Kind und Mutter geht.

Ich besprach das ganze mit meiner Hebamme und ich hatte großes Glück, denn sie würde den Kaiserschnitt auch begleiten. Das beruhigte mich schon enorm.

ich erzählte von meiner Sorge und ich fragte nach Lösungsansätzen. Sie sah das ganz pragmatisch und sagte zu mir, dass ich einfach ein enges Top unter dem OP Hemdchen tragen sollte und dann würden sie mir den Kleinen nach einem Minicheck sofort auch den Bauch legen. Hach das erleichterte mich so sehr.

Ich impfte meinen Mann, dass er den Kleinen nicht aus den Augen lassen dürfte und immer lieber beim ihm wie bei mir bleiben soll. Könnte ich ihn nicht haben, sollte er ihn übernehmen.

Es ging also Los, ich bekam die Anästhesie und kam in den OP, leider merkte ich noch viel zu viel Schmerzen, woraufhin ich weitere Medikamente bekam. Der Anästhesist war ein totaler Schatz unglaublich lieb und verständnisvoll in dieser doch seltsamen Geburtssituation. Ich duselte also so vor mich hin und das ist wirklich schlimm für mich, bekam von der Geburt meines Kindes NICHTS mit ( während ich das schreibe laufen mir die Tränen). Ich sah ihn nicht zum ersten Mal, ich hörte ihn nicht schreien. Ich war wach und völlig ansprechbar, habe aber eine Amnesie. Ich weiß nur noch Bruchstücke. Mein Kleiner süßer Sohn wurde ganz kurz nebenan durchgecheckt, er hatte keinerlei Anpassungsschwierigkeiten und war für ein Baby, dass 3 Wochen zu früh kam, erstaunlich schwer mit 4150 Gramm. Und es lief wie wir es besprochen hatten, nur mit einer Mütze auf dem Kopf legte mir die Hebamme das kleine Bündel nackig auf meine Brust unter dieses Top. Und obwohl mit mir nicht alles gut lief, mein Kreislauf verrückt spielte und ich sehr viel Blut verloren habe, blieb er da liegen, bis später im Kreissaal die U1 gemacht wurde (Da war ich wieder völlig bei mir). Ich fragte Hebamme und Mann ständig,ob es ihm gut ginge, das muss ich ca 10 mal gefragt haben. Aber ich streichelte ihn, küsste ihn, während die Ärzte ihre Arbeit taten.

Zum Glück war das so möglich, alles andere hätte mich sehr unglücklich gemacht. Ich hätte aber auch ein anderes Krankenhaus gesucht ansonsten.

Wirklich wahrgenommen habe ich meinen kleinen Sohn, den ich mir GENAU so vorgestellt hatte, erst im Aufzug nach oben in den Kreissaal.

Oft habe ich den Begriff „geholt“ benutzt, er wurde aus meinem Bauch geholt und im Grunde habe ich nicht dafür getan ihn zu gebären. Aber eine Hebamme sagte so schön: “ Du hast deinen Sohn auch geboren, nur auf eine andere Art und Weise“.

Es ist nun mal so, dass eine Sectio eine OP ist und es wirklich ein sehr seltsames Gefühl zu wissen, wann das Kind kommen wird. Ich werde versuchen mich nicht auf diesen Moment zu stürzen, den ich verpasst habe, sondern auf die vielen die wir schon gemeinsam hatten und haben werden.

Wie war es bei euch? Lief alles wie ihr dachtet? Wie war euer empfinden (Sectio oder nicht, geplant oder Notsectio)

 

(Die Fotos stammen auf den ersten paar Wochen)

Schnitt: Alle aus dem Buch „Babyleicht“

Eure Anni