Kleid

Apfelliebe

Äpfel – es gibt Tage- da könnt ich sie in rauen Mengen verspeisen und an manchen kann ich sie einfach nicht sehen. Am liebsten mag ich feste, leicht saure. Mehlige finde ich furchtbar.


Wir haben 3 Apfelbäume im Garten stehen und der Klarapfel ist grade schon reif. Das doofe ist meist nur, dass er quasi schon beim Fallen braun wird.

Da heißt es schnell sein- Apfelmus, Apfelkuchen, Apfelpfannkuchen- davon gibt es Menge hier derzeit.

Aber nicht nur da- es gib hier sogar Apfelkleider- Lieblingskleid vom Tochterkind? Warum? Na weil es ein Drehkleid ist.

Das erste Mal, dass ich den Schnitt von Sandra Mitosa-kreativ genäht hab und ich bin begeistert❤

Ebenso wie Emma 🙂 Der Schnitt heißt Lotti's Drehkleid und der Jacquard ist von Lillestoff.


Schaut unbedingt vorbei .

Eure Anni

Mini Ruffles und große Wellen

Wellen…. langsam und immer wieder laufen sie an den Strand, bringen kaltes salziges Wasser, nehmen die Fussspuren mit. Es wiederholt sich immer und immer wieder. Mal sind sie größer, mal kleiner. Und gibt sie in riesig, peitschend- mit Wellenkamm auf dem man reiten kann…. 

Hach wenn ich das so schreibe, dann kriege ich wirklich ganz schlimm Meerweh…. seufz. Aber darum soll es heute gar nicht gehen. 

Denn Wellen gibt es nicht nur am Strand- wir finden sie auch in der Entwicklung unserer Kinder wieder. Gleichmäßig, stetig, immer wieder, größer und kleiner, wilder, sanfter. All das sind Begriffe, sie wir auf beides übertragen können.

Entwicklung läuft nicht linear nach oben. Nein es gibt Auf’s und Ab’s. Nur eines ist immer sicher- es geht vorwärts. Entwicklung passiert jeden Tag. Mit jeder Erfahrung- mal unsanft durch einen Sturz, ein Verletzung oder eine harte Lektion. Mal sanft und behutsam, mit Geduld, Ruhe und Ausdauer. 

Dabei gibt es Rückschläge und Rückschritte, damit dann mit voller Kraft eine neue Entwicklungswelle kommen kann. Der Schritt ist dann geschafft, die Welle auf der höchsten Spitze. Man kann dann auf ihr Reiten, auf dem Erfolg, der Freude.  Es genießen.

Der kleine lernt grad das Grinsen/Lachen- ein wahnsinnig toller Schritt. Kommunikation wird intensiver- Aktion und Reaktion. Mein Kind reagiert auf mich, da geht die Sonne auf, wenn er mich so anlacht und dann auch noch so dabei gluckst. 

Und dann abends wieder diese Rückschritte- weinen- schreien- zurück zu Mama. 

Und am nächsten morgen wachen wir auf und stellen fest-

Wieder kann er etwas Neues- ein neues Geräusch- eine neue Bewegung- eine neue Reaktion. 
Jeder Rückschritt ist das wert. Also seht es positiv.

Es geht einen zurück und zwei voraus. Eine kleine Welle geht und dann kommt eine Große, die euch dann sanft umspült.

Genäht habe ich dieses wunderschöne Set aus den Mini Ruffles in Dark Grey von Mamasliebchen.  
Den wundervollen Stoff könnt ihr übrigens grad vorbestellen 🙂

Stoff: Mini Ruffles von Mamasliebchen 

Schnitte: Bärchen- Babyanzug aus „Kinderleicht“, Bienchen- Oberteil Ottobre- unten Tellerrock 

Eure Anni 

Ein Schwein sein – Egoismus tut gut

Ein Schwein ist ja eigentlich ein recht geselliges Tier- also was hat es mit Egoismus zu tun? Diese Frage stellt ihr euch wohl jetzt. 

Mhhhh eigentlich nichts,  aber ich brauchte eine Brücke für diesen Blogeintrag. Naja und oft sagen wir doch zu anderen Menschen, sie sich in unseren Augen die sich nicht sozial, altruistisch oder einfach nur doof verhalten, schon mal schnell: „Du Schwein“. 

Irgendwie ist es Begriff für „Fehlverhalten“ Sicher es gibt noch so einge andere Wörter dafür, die schreib ich aber besser nicht hier *grins*.

Aber zurück zum Thema: Egoismus!

Es ist gut an sich selber zu denken!

Kann das was gutes sein? Meist ist es doch eher was sehr negativ behaftetes- Aber ja es kann auch etwas gutes sein. Egoismus ist gut, weil es bedeutet, dass wir an uns selber denken. An das “ Ich“ und was es braucht, sich wünscht oder wie es sich gerade fühlt. Dem „Ich“ muss es gut gehen, damit es für das „Du“ da sein kann. Es ist gut an sich selber zu denken, das gilt für Kinder als auch Erwachsene, für Mamas, Papas, Omas und auch Schwestern.

Das heißt wir müssen auch gut für uns sorgen, um für andere, unsere Kinder sorgen zu können. 

 In meinem Fall heißt das: mir Zeiten zu suchen, in denen ich nähen kann, auch mal zu sagen: „Ich kann grad nicht, ich brauche eine Pause.“ Mal „nein“ sagen können. 

 Meine Tochter kann das schon ein bisschen verstehen, nicht immer, aber immer öfter gelingt es ihr. Aber sie hört das natürlich nicht ständig, keine Sorge . Bin ich deswegen ein schlechte Mama? Das glaub ich nicht, denn so vermeide ich auch Überforderung, dass ich vielleicht rumschreie, meiner Tochter unrecht tue oder sie „wegstoße“. Ich atme durch und tanke kurz neue Kraft, wenn sie zum Beispiel mal bei der Oma ist….

Oder ich hole mir eben Hilfe, weil ich auch an mich denke und nehme Nerven, zum Beispiel beim zu Bett bringen beider Kinder. 

Und das gleiche gestehe ich auch meiner Kleinen zu – sie darf auch „Nein“ sagen. Sie darf sich auch ihre Inseln schaffen. Sie mit ihren zweieinhalb Jahren befindet sich sowieso noch sehr im Egozentrismus und öffnet sich nun mehr und mehr für die Gefühle und Bedürnisse anderer. Sie entwickelt Empathie. Das kann sie aber vor allem deswegen, weil ihr „ich“ respektiert und beachtet wird.

All das gilt natürlich auch fûr meinen Mann. Deswegen bemühen wir uns sehr, dass er abends z.B. mal zum Sport kann. Er nimmt wiederrum die Kinder, damit ich z.B was nähen kann oder einfach mal allein zum Klo oder in Ruhe duschen kann ( so eine Wohlttat).

Wie sagt er doch so schön manchmal: „Wenn jeder an sich denkt, ist für alle gesorgt“.

Irgendwie was wahres dran, oder was meint ihr? 

Egoismus heißt auch sich abzugrenzen. Seine eigenen Grenzen und Bedürfnisse zu kennen, es ist keine Schande Ihnen in einem gewissen Rahmen nachzukommen

Sei ein Schwein.

Sorge ich also gut für mich und bin dann ein bisschen Schwein, so sorge ich indirekt auch für andere. 

Schon in der Bibel stand: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“  ( Lev. 19,18) 

Ja und das setzt ja schon voraus, dass ich mich lieben muss, um für andere ebenso zu empfinden. 

Also los tut was, was euch gut tut! Seid ab und zu auch mal  ein Schwein.

Schnitt Schmuckstück von rosarosa und Leggings von Klimperklein ( Babyleicht)

Stoff: Lovelyforlong 

In diesem Sinne- macht euch ein schönes langes Osterwochenende…

Eure Anni

Wer ist hier die Mama?

Wer ist hier die Mama?

Diese Frage muss ich in letzter Zeit auch mal öfter mit meiner Tochter diskutieren. Ich muss aber sagen, so manches Mal kann ich mir ein Schmunzeln dabei nicht verkneifen.

Emma ist so wie schon eine „Kümmertante“:) Das hat sie wohl von meiner Schwiegermutter. Die kam auch schon als Kind immer als letzte aus dem Kindergarten, weil sie zunächst allen die Schuhe binden musste und das ist auch schon 60 Jahre her.

Aber noch heute hat sie für alle Zeit, kümmert sich um jeden und alles und ist auch für Emma ein Vorbild.

Baggy Pants aus Krokofant
Schmuckstück aus Krokofant

Sie kümmert sich vor allem mit Leidenschaft um Menschen die offensichtlich krank oder verletzt sind oder um Kinder die Weinen.

Das weckt scheinbar sofort den  Mamainstinkt in ihr, der scheinbar schon in den kleinsten Mädchen steckt. Ich finde es großartig wie viel Mitgefühl sie hat, natürlich stellt sie das noch nicht über ihre eigenen Bedürfnisse, aber das finde ich auch gut so. Denn helfen ist toll, aber man sollte sich dabei nie vergessen.

Naja aber zurück zum Thema. Wer ist hier die Mama? Ja die Frage stelle ich mir dann, wenn meine 2 Jährige Tochter mir dann sagt: „Mama, ich mach das schon, Du brauchst das nicht zu machen.“ Ja und so manches Mal ist das ja auch ok. Aber ich finde es sehr wichtig, dass sie weiß ich habe die Verantwortung und ich bin die Mama. Sie darf mich gerne unterstützen wenn sie will und ab und zu frage ich sie auch mal, ob sie mal die Wiege anstupsen kann oder ein Lied für ihren Bruder singen mag. Aber sie muss das nicht. Ich bin diejenige, die sich kümmern „muss“.

 

 

 

Sie darf mithelfen, aber muss es nicht und sie muss wissen, dass ich die Entscheidungen treffe, weil das Mamas eben manchmal machen. Zudem ist die eber erst zwei und kann den Umfang mancher Taten noch nicht anschätzen. Vor allem eine wichtige Regel gibt es und die hält sie auch sehr gut ein: Sie darf Jonne nie alleine auf den Arm nehmen.

Wir lernen dabei uns beiden immer mehr zu vertrauen. Ich vertraue darauf, dass sie sich an unsere Regeln hält und sie, dass ich das ich meine Mamaaufgaben schaffe und sie dabei nicht vergesse.

So haben wir es die letzten beiden Abend sogar geschafft, dass ich beide Kinder am Abend alleine hatte und Emma ins Bett gebracht habe.

Und auch für mich als Mama ist es ein tolles Gefühl nicht mehr auf andere angewiesen zu sein. Ich schaffe endlich (fast) alles wieder alleine muss es aber nicht. Denn wenn nicht kann ich mich auf mein Umfeld verlassen und dann zum Beispiel meine Mama fragen……. <3

 

Schnitte: Kleid: Schmuckstück und Shirt von Rosarosa, Hose: Baggy Pants  von Kid 5

Stoff: Krokofant von  Gesprächsstoff über Lovelyforlong

Aus Rosa wird Blau- Veränderung- Umstellung- Freude

Aus Rosa wird Blau –

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt….

Ist das jetzt gut oder schlecht? Kann man das überhaupt so sehen?

Nein denn ich denke erstmal so wie es ist ist es toll. Wir erwarten ein gesundes Kind, alles andere ist ja eigentlich erst mal egal.

aus-rosa-wird-blau
Aus Rosa wird Blau

Dennoch als ich vor zwei Wochen erfuhr, dass ich statt einer Tochter nun doch einen Sohn bekomme, war ich erstmal etwas überfordert- nein nicht enttäuscht oder so- aber alle meine Gedanken hatten sich auf ein Mädchen eingestellt. Ich könnte all die Sachen von Emma wieder benutzen- das hat ja auch einige Vorteile- und ich weiß ja nun auch wie es ist ein Mädchen zu haben.

Dennoch muss ich sagen- von Anfang in der SS habe ich so ein Gefühl gehabt. Ich war mir eigentlich sooooo sicher, dass ich einen Jungen bekommen würde. Ich hätte so los ziehen können und Jungskleidung kaufen können. Da habe ich mich doch darüber gewundert,als ich beim Organultraschall zu hören bekam wir bekommen ein Mädchen. wie konnte ich mich so in meinem Gefühl täuschen . Aber es war leicht sich an den Gedanken zu gewöhnen. Kriegte ich doch dann auch gleich zu hören- zwei Schwestern sind doch toll und Mädchen wären ja ohnehin einfacher:) Nunja es sollte also ein Mädchen werden und wir hatten sogar schon einen Namen:)

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Latzkleid und Schlupfshirt

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Nun, vier Wochen später bat ich meine Ärztin aber nochmal nachzuschauen, denn so 100% glauben schenken konnte ich dieser Aussage nicht…. und siehe da nun ist es doch ein Junge……

Ich hatte nun ja vier Wochen Zeit ne Menge Mädchenkleidung zu nähen die ist dann jetzt wohl über…:)

Ich freue mich jetzt darauf eine Jungsmama zu sein und auch die andere Seite kennen zu lernen-  die Unsicherheit weicht immer mehr der Vorfreude – ich werde dann auch mal Namen von Treckerherstellern lernen, mit Autos fahren oder bei jedem Bagger stehen bleiben:)

Das einzige was mir definitiv schwerer fallen wird- ist es einen Namen zu finden 🙂

 

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Wie wars es bei euch? Könnte ihr meine Gedanken nachvollziehen- wie sind eure Jungs so…

Achja und wer hat Namensideen….? Was mit einem Doppellaut- vielleicht was nordisches?

 

Schnitte: Buch – Nähen mit Jersey-  Babyleicht  von Pauline Dohmen alias Klimperklein

Cordstoff: Lovelyforlong

Jersey: Stoffmarkt

 

Eure Anni

 

 

 

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